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18
Feb 11

Entscheidung Webdesign – Teil3

Print ≠ Web. Worin liegen die Unterschiede für Grafiker und welche Probleme auftreten, wenn Medien die für den Druckbereich entworfen wurden zeigt medani web & design. Denn mit dem richtigen Grafiker kann man bares Geld sparen!

Im 3.ten Teil unserer 4teiligen Reihe der Serie „Entscheidung Webdesign“ bekommen Sie Informationen über generelle Unterschiede zwischen Print- (Druck) und Screendesign/Webdesign

In unseren ersten beiden Teilen ging es um die Themen Templates und Multi-Screen-Design.

Oft bekommen Webentwickler, Webprogrammierer und Webdesigner Anfragen von Agenturen oder Firmen mit der Information: „Wir haben ein Design fertig. Sie sollen das umsetzen.“ Nicht ganz zu Unrecht läuft vielen Webdesignern dabei ein kalter Schauer über den Rücken. Das liegt weniger an unfähigen und wenig kreativen Grafikern. Ganz im Gegenteil. Die meisten Printgrafiker leisten ausgezeichnete Arbeit. Das Problem liegt hierbei jedoch im Wörtchen „Print“.

Print ≠ Web

Gute Grafiker haben Ihr Handwerk von der Pike auf gelernt. Meist wurden Designentwürfe auf Skizzenblöcken, Leinwänden, auf Bierdeckeln etc. entworfen und umgesetzt. Farben und Formen werden auf verfügbarem Platz in Einklang gebracht. Fixe Vorgaben von Größen, Schnitt- und Passmarken und fixe Formate für Plakate in einer Norm sorgen für wunderbare Vorgaben nach denen man arbeiten kann. Genau da liegt das Problem.Es gibt am Bildschirm kein fixes Format. Wie bereits im 2.ten Teil erklärt, gibt es tausende verschiedene Bildschirmauflösungen, die eine Norm oder fixe Vorgabe für Bildschirme verhindern. Din A4, A3, A2 etc. sind aus dem Print wohlbekannt.

Im Web wird dagegen alles in Pixeln berechnet. Dabei sind theoretisch alle Auflösungen von 1×1 bis zu einer beliebig hohen Zahl möglich. Wie wird der Besucher die Webseite betrachten? Mit welcher Auflösung? Welche Browser werden verwendet werden? Desktop-PC, Laptop oder doch ein iPhone? Die Anforderung an ein Webdesign kann also ungleich höher sein als an ein Print-Design. Daher müssen auch oft von Print-Grafikern entworfene Designs erst einmal „Web-fähig“ gemacht werden.

Einmal abgesehen davon werden die Designentwürfe der Gestalter meist noch als PDF in DIN A4 oder als Photoshopdateien in einer Full-HD Auflösung geliefert. Doch Din A4 als auch Full HD sind keine geeigneten Webformate. Der Kunde hat das Design dann vielleicht auch schon abgenommen – zugegeben ein tolles Printdesign – aber doch kein Screendesign. Der Kunde kennt nur leider den Unterschied nicht.

Weiters kommen im Design dann Schriften zu tragen. Der Designer hat von Print Ahnung und entwirft tolle Features und setzt außergewöhnliche Schriften ein. Sieht toll aus, ist aber im Web ungeeignet. Mittlerweile gibt es einige Webfonts, die eine bessere Gestaltung ermöglichen. Zu achten ist aber auch hier wieder, dass die Schrift richtig encoded werden kann. So ist nicht jede Schrift für jede Sprache geeignet.

Fazit: Die wenigsten Grafiker sind für Printdesign und Webdesign geeignet und qualifiziert. Lassen Sie Ihre Designs von einem erfahrenen Webdesigner entwerfen, auch wenn der Printdesigner tolle Arbeit liefert. Im Normalfall wird somit doppelte Arbeit (und damit jede Menge Kosten) gespart. Gute Webdesigner arbeiten Ihr Corporate Design, die Farben und auch den natürlichen Auftritt in Ihr Design mit ein. Vorhandene digitale Grafiken, die im Geschäft als Flyer, Prospekt oder Katalog aufliegen und vom Printgrafiker entworfen wurden, können im Konzept immer Platz finden. Das erspart ebenfalls Kosten, da bereits vorhandene Grafiken nicht entworfen oder gekauft werden müssen.

  1. Tanja - Outsourcing Partner sagt:

    Ich finde auch, dass man einen Print-Designer nur bedingt für Web-Projekte verwenden kann. Die müssen auch ganz anders denken… Bei Printmedien hat man das Medium in der Hand und eine Website muss viel schneller und interaktiver agieren. Eben zwei ganz verschiedene Welten. Ganz abgesehen von den Gestaltungshürden…

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