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02
Apr 15

HubSpot Websites - das nächste Level des Inbound-Marketing

HubSpot verspricht, Inbound-Marketing zu optimieren. Doch was sind die Vorteile, wie unterscheidet sich HubSpot von einem CMS wie WordPress, und ist HubSpot das Richtige für jeden?

Inbound-Marketing bezeichnet eine Form des Marketing, die – im Gegensatz zum klassischen Outbound-Marketing – darauf basiert, gefunden zu werden. Im Zeitalter des Internets nimmt die Relevanz dieses Themenkomplexes immer mehr zu, da Kunden allgemein kompetenter werden, sich mehr denn je vor einer Kaufentscheidung informieren und sich schlussendlich Ihre Angebote mehr und mehr online selbst zusammensuchen. Dies ist auch der Grund, warum Websites, Blogs und Newsletter heutzutage so wichtige Elemente jedes ernsthaften Marketing-Bestrebens sind.

Ein wichtiger Teilbereich des Inbound-Marketing ist daher Content-Marketing. Darunter versteht man, zum Beispiel mit Blog-Artikeln Kompetenz zu vermitteln, indem interessierten Personen nützliches Wissen geboten wird.

Allgemein lässt sich also sagen: mit der zunehmenden Kompetenz der Kunden ist auch kompetenteres Vorgehen im Marketing gefragt. Wie so oft bietet die Veränderung der Rahmenbedingungen aber nicht nur neue Herausforderungen, sondern auch neue Chancen. Denn wer sich im Inbound-Marketing positiv hervortut, ist nicht nur der Konkurrenz einen deutlichen Schritt voraus, sonder schafft es auch, Vertrauen schon vor dem ersten Kundenkontakt herzustellen. Im Verkaufsgespräch sind die Erfolgschancen damit erheblich höher. Gut angelegtes Inbound-Marketing ist also auch in der Lage, die Effizienz einer Marketing-Kampagne zu steigern.

Um Unternehmen bei diesen neuen Herausforderungen zu unterstützen, riefen Brian Halligan und Dharmesh Shah 2006 HubSpot ins Leben. Doch wie genau funktioniert HubSpot, und was bietet es seinen Kunden?

HubSpot integriert mehrere Marketing-Instrumente zu einem Komplettsystem, darunter

  • Blogging,
  • SEO,
  • Social-Media,
  • CMS,
  • Lead-Management,
  • Landing-Pages,
  • Calls-to-Action,
  • Marketing-Automation,
  • Email,
  • Analytics und
  • CRM-Sync.

Die Vorteile dieses Systems liegen dabei in der engen Integration der Einzelkomponenten. Denn Blog-Posts, Newsletter und Homepage-Inhalte zu verwalten, deren Inhalt für die verschiedenen Kontakte eines Unternehmens zu optimieren, und gleichzeitig den Überblick zu bewahren, welche Maßnahmen sich wie auf die Verkaufszahlen ausgewirkt haben – all das ist zwar auch ohne HubSpot möglich, jedoch meist mit großem Aufwand und suboptimalen Ergebnissen verbunden.

HubSpot-COS-basierte Websites und ihre Besonderheiten

Ein wichtiger Teil der HubSpot-Infrastruktur ist das COS (Content Optimization System). Dabei handelt es sich um ein System, das es dem Benutzer erlaubt, auch ohne technisches Know-How Inhalte zu verwalten und Marketing-Kampagnen zu steuern. Das COS ist einem gewöhnlichen CMS (Content Management System) wie WordPress nicht unähnlich, bietet aber einige Besonderheiten.

Benutzersicht

Für den Redakteur oder Marketing-Verantwortlichen, dessen Aufgabe es ist, das System in seiner täglichen Arbeit zu bedienen, bietet sich ein komfortables und gut durchdachtes Werkzeug. So wird zum Beispiel im Backend – also dem Administrationsbereich der Website – das Fenster in zwei Hälften unterteilt. Links können die Textfelder befüllt werden. Bei guten Templates wird hier zusätzlich für jedes Feld genau beschrieben, welche Aufgabe der Designer sich für dieses Feld überlegt hat, und welche Inhalte er vorschlägt hier einzubauen.

Auf der rechten Seite sieht der Benutzer eine Vorschau der Seite. Hier ist schon während des Tippens ersichtlich, wie das Ergebnis schlussendlich aussehen wird. Die Schleife – Bearbeiten – Speichern – Aktualisieren – Überprüfen – Korrigieren – entfällt also, und der Fokus kann ganz auf die Inhalte gerichtet werden.

Weiters bietet das COS Möglichkeiten, die in einem CMS normalerweise fehlen. So kann bei HubSpot zum Beispiel so genannter Smart-Content erstellt werden. Damit sind Inhalte gemeint, die sich dynamisch an den Besucher der Seite und an seine Rolle anpassen. Die Idee dahinter: einem potentiellen Neukunden sollen vielleicht hauptsächlich Kaufargumente präsentiert werden, ein Bestandskunde interessiert sich mehr für Support und Zusatzpakete. Oder, jemand der den Newsletter zum Thema Webdesign abonniert hat bekommt im Blog zuerst Artikel zum Thema Webdesign angezeigt.

Entwicklersicht

Markup

Für die Kreatoren einer HubSpot-Website – darunter fallen die Personen, die für Design und Layout verantwortlich sind, und die, die diese Designs technisch umsetzen – bietet sich ein neues Ökosystem.

Die Struktur einer Seite kann wie auch bei einem CMS mit HTML-Code erstellt werden. Nebenbei bietet sich aber noch die Möglichkeit, stattdessen den COS-Template-Builder zu verwenden. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Der Template-Builder liefert gut strukturiertes Markup, und mit diesem Werkzeug erstellte Templates sind automatisch responsive – lassen sich also auf allen Geräten gut darstellen. Außerdem können Änderungen leicht und schnell umgesetzt werden, da dazu meist nur wenige Mausklicks notwendig sind.

Selbst geschriebenes HTML bringt den Vorteil, eine Spur effizienter zu sein: Oft können einige Tags – das sind Elemente des HTML-Codes – gegenüber mit dem Template-Builder erstellten Seiten eingespart werden. Das sorgt für kürzere Ladezeiten und entlastet die Hardware des Besuchers, denn komplizierteres HTML-Markup muss vom Browser langwieriger verarbeitet werden. Ein Thema, das im Zeitalter mobiler Internet-fähiger Geräte wieder an Bedeutung gewinnt. Weiters erlaubt es natürlich mehr Flexibilität, den Code selbst zu schreiben. Mit dem Template-Builder ist zwar vieles möglich, in Sonderfällen muss jedoch selbst Hand angelegt werden.

Die Aufgabe eines guten COS-Entwicklers besteht nicht zuletzt auch darin, die richtige Wahl zu treffen, mit welchen Mitteln ein neues Template erstellt werden soll.

Styling und Effekte

Styling und gewisse Zusatzfunktionen, wie Slider oder Animationen, basieren, wie auch bei anderen Web-Templates, komplett auf CSS und JavaScript. Kenntnisse dieser Sprachen sind also unumgänglich, um ein modernes Template zu erstellen. Benutzer, die selbst keine Webentwickler sind, können jedoch aus am Marktplatz – meist jedoch relativ teuer – angebotenen, fertigen Templates auswählen. Der Nachteil hierbei ist natürlich, dass das Template nicht auf die individuellen Vorstellungen und Bedürfnisse des Benutzers ausgerichtet ist. Mit den entsprechenden Kenntnissen kann ein solches Template natürlich umgebaut und angepasst werden. Auch hier gilt: Die Entscheidung, ob es besser ist, von einem fertigen Template auszugehen und dieses anzupassen, oder ein komplett neues Template für einen Kunden zu erstellen, sollte von einem erfahrenen Entwickler getroffen werden.

Anbindung an bestehende Systeme

Viele Marketing-Verantwortliche wollen gerne die Vorteile von HubSpot nutzen, ohne jedoch ihre komplette Infrastruktur auf dieses System umzustellen. Für diese Kunden stellt HubSpot umfangreiche Schnittstellen zur Verfügung. Auch wenn das Unternehmen nicht müde wird zu betonen, dass nur derjenige in den Genuss aller Vorteile kommen kann, der auch alle Elemente des HubSpot-Ökosystems nutzt, ist dies sicherlich für viele ein interessanter Zwischenweg. Denn jemand, der erst vor einem halben Jahr eine brandneue WordPress-Seite ins Leben gerufen hat, möchte dieses Investment natürlich weiterhin nutzen.

Ein überdies zu berücksichtigender Punkt ist, dass mit dem HubSpot COS bei weitem nicht alles möglich ist, was sich mit WordPress oder vergleichbaren Content-Management-Systemen umsetzen lässt. Dies zeigt sich gerade bei komplexen Themen, wie zum Beispiel einem umfangreichen internen Bereich, Buchungssystemen, Onlineshops, etc. HubSpot ist eben in erster Linie ein Marketing-Werkzeug und kein Web-Framework. Jedoch ist auch hier die Anbindung an HubSpot mittels Schnittstellen ein guter Weg, um das Maximum an Möglichkeiten herauszuholen.

Ist HubSpot das Richtige für jeden?

Diese Frage lässt sich klar mit nein beantworten. Wie schon erwähnt, ist mit dem COS nicht alles möglich, das mit einem CMS oder gar einem Framework realisierbar ist. Ein geschlossenes System kann freilich nie die selbe Flexibilität wie ein Open-Source-basiertes System bieten.

Des Weiteren ist zu bedenken, dass HubSpot doch ein großes Investment darstellt. Das bezieht sich nicht nur auf die Preise des Systems, sondern auch auf die Zeit, die man sinnvollerweise in seine Marketing-Aktivitäten stecken sollte, wenn man sich für HubSpot entscheidet. Als reines Werkzeug zur Erstellung einer Website, deren Inhalt sich alle zwei Monate ändert, ist es einfach zu teuer. Die Kosten lassen sich rein dafür nicht rechtfertigen. Da viele Unternehmen die notwendigen Kapazitäten schlichtweg nicht haben, sind sie nach wie vor besser mit einer guten WordPress-Seite bedient, denn die Kosten und der Aufwand sind hier deutlich geringer.

Wer hingegen bereit und in der Lage ist, ein hohes Maß an Energie und Engagement in die Marketing-Aktivitäten des eigenen Unternehmens zu investieren, wird in HubSpot eine gut durchdachte, integrierte Lösung finden, die bei dieser Bestrebung optimale Unterstützung bietet.

  1. Anonymous sagt:

    Danke für die Zusammenfassung. Ein guter Mittelweg zwischen WordPress und Hubspot kann http://www.chocoBRAIN.com/de sein. Die Inbound-Softwareplattform ist auf kleine bis mittelständische Unternehmen ausgerichtet und daher einfacher/schneller aufzusetzen.

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