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29
Nov 18

UX Konferenz in Washington DC

Du willst hautnah dabei sein und wissen warum ein Teammitglied von medani web & design nach Amerika gereist ist?
Erfahre jetzt was Gudrun alles in Washington D.C. erlebt hat, welche Workshops sie besucht hat und ob es die lange Reise denn wert war.

‚, Travel far enough to meet yourself‘‘

Eine spannende Konferenz im April 2018 führte unsere Art Direktorin Gudrun nach Washington D.C. Für mehrere Tage reiste sie verbunden mit einer privaten Kanadareise in die Hauptstadt der Vereinigten Staaten, um Neues zu erlernen und ihren Horizont zu erweitern. Das Hauptaugenmerk der Konferenz, die von der Nielsen Norman Group (Pioniere in diesem Bereich) veranstaltet wurde, lag auf der User Experience. Anders als es das solide Image der Forschergruppe vermuten lasst, überraschte die Konferenz mit top-aktuellen und praxisnahen Facts, coolen Speakern und überaus offenen und enthusiastischen Teilnehmern, die hauptsächlich UX-Spezialisten und UX-Teamleader aus größeren amerikanischen Firmen waren. Ein Spot, der natürlich sehr interessant für uns war.

Die Konferenz bestand aus vielen ganztägigen Kursen. Jeden Tag gab es mehrere parallele Tages-Workshops. Gudrun besuchte folgende Themen: UX Deliverables, Responsive Design und Omnichannel Journeys verbunden mit Customer Experience. Ein kurzer Überblick was denn UX Deliverables bedeutet und womit es sich beschäftigt: es sind verschiedene Gestaltungsmittel mit denen man User Interfaces und die dahinter liegenden Konzepte planen, skizzieren und designen kann. z.B. Wireframes, Storyboards, Diagramme, Charts, Customer Journeys, etc. In dem Workshop ging es auch darum, welche Formate ideal für welche Art der Kommunikation innerhalb eines Projektteams funktionieren. z.B.: Wann fein ausgearbeitetes Design Sinn macht, wann ein rasches Wireframe benötigt wird.

Viele UX-Konferenzen bestehen aus einer Menge kurzer Vorträge an einem Tag, diese sind oft auf Grund ihrer Kürze auf Inspiration ausgelegt, und geben nicht so einen tiefen Einblick wie eine Konferenz, die einem Thema einen ganzen Tag widmet. Durch diese Spezialisierung konnte man sich in jedes Topic stark vertiefen. Viele Details mit Teamübungen durften natürlich nicht fehlen, denn das Know-how wurde praktisch vermittelt.

Nun ein kleiner Einblick, der einzelnen Workshopdays: Das Thema Responsive Design, bei dem Gudrun natürlich Vorwissen mitbrachte, erlaubte uns eine Standortbestimmung: wo stehen wir, was machen wir gut, was können wir dazulernen? Neben vielem, das unsere Art zu arbeiten bestätigte, konnte Gudrun ihr Detailwissen stark erweitern: z.B. mit konzeptionellen Fachbezeichnungen und Methoden wie was ein ideales Verhältnis von Inhalt und ,,Chrome‘‘ sei. Chrome bezieht sich dabei auf die Main-Navigationselemente einer Webseite, die fixe Stellen besetzen, wie der Header (Kopfbereich) und das Menü. Das ideale Verhältnis liegt zwischen 1:4 und 1:6.

Viele sinnvolle Fragen wurden aufgeworfen und beantwortet:

 

Can navigation be different on different devices?

How much navigation can you hide?

Different tasks/content on different devices?

How do you make content findable and accessible on a long page?

How should lower-level categories be displayed on mobile?

How should menus that appear on hover be translated to touch?

 

Zusätzlich brachte der Tag viele Erkenntnisse über UI-Konzeption und Gestaltung, durch Facts und Studienergebnisse der Nielsen Norman Group, die mit teils sehr kuriosen Videos von Testusern belegt wurden.

Da wir als Digital Agentur einen breiten Horizont verfolgen, war auch der zweite Tag sehr informativ für Gudrun. Omnichannel – Experiences sehen sich Markenauftritte in Allen Medien und Berührungspunkten zwischen Kunden und der Marke an. Für Agenturen, die sich hauptsächlich mit Webdesign beschäftigen, erlaubt eine Omni-Channel-Sichtweise einen erweiterten Blick: Denn zu bedenken woher die User kommen, wenn sie eine unserer Webseites besuchen, und wohin sie im nächsten Schritt gehen, öffnet die Tür für neue nützliche digitale Formate, die den Usern helfen, ihre Anliegen leicht und sympathisch zu erfüllen. Ein Beispiel:

Ein Omnichannel-konzipiertes Umzugsunternehmen bellhops – das als Markenclaim „Imagine if moving were fun“ hat, hatte folgende Idee: der Auftraggeber bekommt in verschiedenen digitalen Medien sinnvolle interaktive Services. Z.B. bekommt der Kunde bevor die Mitarbeiter von bellhops vor der Türe stehen eine Info mit den angelegten Profilbildern und konkreten Vorstellungen der Personen die den Umzug durchführen auf sein Handy geschickt. Nach der Tätigkeit kann per SMS die genau Zeit an das Unternehmen gesendet und bestätigt bevor man eine Zahlung tätigt. Warum? Um sicher zu gehen, dass die Zeit richtig gebucht wurde und man den richtigen Betrag bezahlt. Am Ende kann man den Service bewerten, wie man es von der App Uber kennt. So gibt einem das Service an Schlüsselstellen persönliche Informationen über die Leute mit denen man es zu tun hat, und gibt den Kunden das Gefühl, dass sie liebevoll und persönlich betreut werden. Eine Strategie die es wert ist weiterentwickelt zu werden, denn Omnichannel-Unternehmen sind erfolgreicher als andere. Dazu die Nielsen Norman Group:

 

Businesses that adopt an omnichannel

strategy achieve a 91% greater year-over-year

increase in client retention compared to

businesses that don’t incorporate an

omnichannel customer-engagement strategy.

 

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Konferenz sehr inspirierend, detailliert und praxisorientiert war. Die Organisation, der Aufbau, die Trainer und all die anderen Kontakte die Gudrun knüpfen konnte, waren eine große Bereicherung für unser Team und ihre persönliche Erfahrung. Fazit: Die Konferenz zeigt, dass gerade im UX-Bereich nach wie vor viel innovatives in den USA entwickelt wird, und dass es sich lohnt einen Tapetenwechsel mit einem Konferenzbesuch mit Wissen – direkt von der Quelle – zu verbinden. Nicht ohne Grund ist die UX Konferenz in den USA eines der am meisten geschätzten und weitest verbreiteten UX Weiterbildungsprogrammen.

 

 

 

 

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